II²
Fine Art Print, 2 x 60cm x 90cm, Ameland, 2001
„...was diesen vergleich zuläßt ist die leere fläche der nacht und das labyrinth des lichts in den hohlen wangen der wellen ú kreise und schleifen...“ (Raoul Schrott)
Die Wesenseigenschaft des photographischen Diptychons ist seine Zweiteiligkeit, welche so angelegt ist, dass nur durch die Zusammenführung bzw. Kombinatorik beider Teile ein größerer Bedeutungszusammenhang sichtbar wird. Dabei treten die Teilaussagen der Einzelbilder zugunsten eines größen Sinn- und Bedeutungszusammenhangs zurück oder werden um neue Assoziationsräume erweitert.
Die sakrale und religiöse Bedeutung, welche Diptychen etwa bei den sogenannten Gebetsverbrüderungen im Mittelalter hatten, spielt bei den photographischen Diptychen nur noch sehr entfernt eine Rolle. Viel wesentlicher ist der formale Charakter der Doppeltafel und der damit eng verbundenede Versuch, kompositorische sowie formale Einheiten und Bezüge zu erzeugen.